| www.dxpraxis.de |
||||||||||||
Durch die Potentialtrennung der Antenne, die durchdachte Masseführung und den gut angepassten Soundkartenchip ist im Spektrum kein störender "Höcker" auf der LO-Frequenz zu sehen. Prima! Das erspart einige Klimmzüge, die oft doch nicht so richtig funktionieren. Für den Soundchip sind unter Windows keine Treiber erforderlich, er wird als Standardgerät erkannt. Auch das erleichtert den Betrieb. Dafür nimmt man gern in Kauf "nur" 96kHz Abtastfrequenz zu haben. (Eine externe Soundkarte kann angeschlossen werden, aber damit macht man sich einige Vorteile wieder zunichte.) Ich erhielt Anfang 2011 eines der ersten Geräte, die über den Funkamateur-Shop geliefert wurden. Meine Begeisterung bekam gleich einen Dämpfer, als ich die vielen Geistersignale sah. Doch das war eigentlich logisch, denn der FiFi besaß damals keinerlei Vorselektion. Trotzdem gelangen mir viele schöne Empfangsergebnisse. Die Entwickler hatten aber die Schnittstelle zum Preselektor bereits vorgesehen, und nun (Oktober 2011) ist er auch in Stückzahlen lieferbar. Und der Preselektor hat es in sich. Durch SMD-Bauteile enthält er 8 Filter (7polige Cauer-Filter) und passt trotzdem noch in das FiFi-Gehäuse. Die Grenzfrequenzen der 7 Tiefpässe sind 30, 12, 4.8, 1.2, 0.7, 0.3 und 0.12 MHz. Wo andere SDRs dieser Klasse gar kein Filter mehr bieten - nämlich unter 2 MHz - hat der FiFi gleich 4! Die Lang- und Mittelwellenfreunde können also mit gutem Empfang rechnen. Als Zugabe ist das 8. Filter ein Hochpass bei 30MHz, er ermöglicht den experimentellen VHF-Empfang. Ist der Preselektor eingebaut und die Firmware aktualisiert, so werden die Filter automatisch umgeschaltet. Ich empfehle, den FiFi grundsätzlich mit Preselektor zu bestellen, ohne macht wenig Sinn. Etwas bleibt noch zu beachten: Der FiFi-SDR wurde auf optimale Empfindlichkeit an einfachen Antennen hin entwickelt. Verwendet man eine leistungsstarke Antenne, z.B. einen hoch aufgehängten Dipol, eine HDLA o.ä., so verkraftet das der FiFi nicht so ganz. Es tauchen dann wieder Geistersignale auf, trotz Preselektor. Abhilfe ist einfach: Ein Dämpfungsglied vor den Antenneneingang schalten. Das ist nicht schlimm, auch hochwertige analoge Empfänger haben einen schaltbaren Abschwächer, um mit hohen Signalpegeln fertig zu werden. Bei mir an der HDLA-Antenne sind es etwa 10dB Dämpfung, die ich eingefügt habe, und das Spektrum ist wieder sauber. Natürlich benötigt ein Gerät der Perseus-Klasse diesen Kniff nicht, doch so etwas kostet auch ca. das 8-fache. (wird fortgesetzt) HDSDR - Installation und Betrieb mit FiFi-SDR![]() HDSDR ist die Weiterentwicklung des Programmes Winrad von Alberto, I2PHD, und Jeffrey, WA6KBL. Winrad ist sehr universell für viele SDRs einzusetzen, die Entwicklung des Originals blieb aber irgendwie stecken. Ein paar Varianten davon entstanden, am erfolgreichsten ist HDSDR (ex WinradHD). Der Programmierer Mario, DG0JBJ, räumte die Oberfläche auf und versah die Software mit etlichen Funktionen, die das tägliche Arbeiten damit angenehm machen. Und die Entwicklung geht stetig weiter. Einige Pluspunkte von HDSDR:
Installation:Grundlegende PC-Kenntnisse (Windows) werden vorausgesetzt.1. Den aktuellen FiFi-Treiber downloaden. Den bekommt man hier - immer die neueste Version als ZIP herunterladen und in ein lokales Verzeichnis entpacken. 2. FiFi-SDR an den USB-Port anschliessen. Er meldet sich am PC mit 2 Geräten an: Einmal die Soundkarte - dazu ist kein Treiber erforderlich. Zum anderen ein Softrock-kompatibles Gerät, hier wird nach der Installation eines Treibers gefragt. Obiges Verzeichnis als Quellverzeichnis angeben, die Installation läuft weitgehend automatisch. Danach sollte der FiFi betriebsbereit im Gerätemanager auftauchen. 3. Neueste HDSDR-Version von hier herunterladen und installieren. Achtung bei Windows 7: Win7 ist sehr rigoros, was Benutzerrechte angeht. Unter C:\Programme\... wird nicht zugelassen, daß das Programm seine eigenen Einstellungen in diesem Verzeichnis abspeichert. Das führt bei HDSDR (und anderen Programmen) zu Schwierigkeiten. Darum die Software unter einem anderen Pfad, z.B. C:\HDSDR\ installieren. Dann geht alles glatt, auch auf meinem Netbook mit Win7 Starter läuft es einwandfrei. 4. Damit HDSDR (Winrad) mit dem FiFi kommunizieren kann, ist eine von PE0FKO geschriebene DLL erforderlich, die man hier bekommt. Herunterladen und die Datei ExtIO_Si570.dll in das HDSDR-Verzeichnis kopieren. 5. HDSDR starten und unter Options/Select Input -> Si570 wählen. Es wird eine Fehlermeldung kommen, der FiFi wurde nicht korrekt erkannt. Nun mit "H" die ExtIO_Si570 aufrufen und unter dem Reiter USB bei Manufacturer: www.ov-lennestadt.de eintragen. Weitere Eintragungen sind bei aktuellen Versionen der FiFi-Firmware nicht erforderlich. Ein Tip: Unter dem Reiter "Si570" bei Device freq: 0 -- 160MHz eintragen. Die Null ist wichtig, damit auch der Längstwellenbereich empfangen werden kann. Mit "H" das Konfigurations-Interface wieder verstecken. 6. In HDSDR bei "Select Soundcard" die Onboard-Karte des FiFi auswählen, außerdem bei "Select Samplerate" 96 kHz. Evtl. HDSDR noch einmal neu starten, und schon kann der Spass losgehen! SDR-Radio (SDR-Console) - Installation und Betrieb mit FiFi-SDR![]() SDR-Radio ist eine SDR-Software von Simon Brown, HB9DRV, dem Macher des bekannten Programms Hamradio Deluxe (HRD), Ähnlichkeiten sind klar erkennbar. Die SDR-Software nennt er auch "SDR-Console", da das Programm die Bedienung entfernt liegender SDRs via Internet bereits integriert hat. Auch wenn Simon seine Zusammenarbeit mit dem SDR-Hersteller RFSpace immer wieder deutlich zeigt, ist das Programm für viele andere Empfänger nutzbar. Auch für den FiFi. Diverse Pluspunkte von SDR-Radio:
InstallationVoraussetzung: Der FiFi-SDR ist bereits am PC lauffähig, d.h. der Treiber ist installiert. Wenn nicht, müssen die Punkte 1 und 2 der HDSDR-Installation zuerst nachgeholt werden.1. SDR-Radio hier herunterladen. Dazu unter "Download" das aktuelle Release-Kit auswählen. Die Beta-Kits sind halbfertige Versionen für Experimentierfreudige. Die Installation des Programms wie gewohnt durchführen. Achtung bei Windows 7: Wie oben bereits beschrieben, das Programm nicht unter C:\Programme installieren, sondern unter einem anderen Pfad, z.B. C:\SDR-Radio. 2. Adapter_libusb0 installieren. SDR-Radio erwartet 100% Softrock-kompatible Hardware, die Product- und Vendor-ID und andere Werte müssen genau passen. FiFi-SDR meldet sich über USB aber anders, deshalb hat ein fleißiger Programmierer diese Adapter_libusb0 entwickelt, sie übersetzt sozusagen zwischen Soft- und Hardware. Man erhält die DLL in der Yahoo-Group "Winrad_DLLs". Ein Yahoo-Account ist schnell und kostenlos, auch anonym, angelegt. Dort unter Files\Adapter_libusb0 die aktuellste ZIP-Datei herunterladen und in das SDR-Radio-Verzeichnis entpacken. SDR-Radio starten, dabei erscheint bereits das Fenster der Adapter_LibUsb0. SDR-Radio wieder schliessen. Im SDR-Radio-Verzeichnis wurde nun eine Datei libusb0.ini erzeugt. Diese muss folgendermaßen mit dem Texteditor (nicht Word o.ä.!) editiert werden:
Config_Winrad bleibt unverändert, unter Config_LibUsb0 wird der Pfad zur originalen System-Datei libusb0.dll eingetragen. Diese befindet sich im Windows-Systemordner, je nach Windows-Version heisst er etwas anders, also nachschauen. Abspeichern und SDR-Radio starten. Unter Input Source einstellen: Soundcard FiFi-SDR, Sample rate: 96.000 kHz, Frequency: Si570(default). Noch einen Haken bei Swap IQ setzen, und los gehts: Start. Nun sollten mit SDR-Radio bereits Sender empfangen werden können. Allerdings hört man diese 12kHz oberhalb der Frequenz, auf der sie tatsächlich senden. Grund: Die Firmware des FiFi hat im Auslieferungszustand einen 12kHz-Offset eingebaut, um den Empfang von DRM-Sendern mit Dream zu erleichtern. HDSDR rechnet diesen Offset automatisch heraus, SDR-Radio nicht. Darum ist noch einmal ein bißchen Handarbeit angesagt: 3. rockprog installieren. Hier alle Dateien, die mit *.dll und *.exe enden downloaden und z.B. in C:\ speichern. SDR-Radio schliessen und folgenden Befehl ausführen:
Erfolgskontrolle mit:
rockprog verändert Daten direkt im FiFi-SDR, so braucht diese Einstellung nur 1x gemacht zu werden. Hinweis: Die Firmware SVN 336 hat einen Fehler, obige Einstellung funktioniert nicht. In dem Fall auf eine aktuellere Firmware updaten. Kontrolle der FW-Version mit dem Befehl: rockprog0 --firmware Nun kann der Spaß mit SDR-Radio richtig losgehen! |